Presse

Oberlandler, I / 2017

Presseartikel Oberlandlerr I / 2017

Tölzer Merkur, 17. Oktober 2016

Presseartikel Gartenbauverein Bad Heilbrunn

Kräuterführung mit „Zahngesundheit am Tegernsee“, 24. September 2016

... Wir möchten uns nochmals für die gelungene Kräuterwanderung am 24.9. unter Ihrer äußerst fachkundigen Leitung herzlichst bedanken.

Alle Teilnehmer ( 7 – 66 Jahre alt ) genossen eine entspannte zweistündige Wanderung durch die herrlichen Wiesenlandschaften zwischen Gmund und Ostin und erfuhren viel Interessantes über die derzeit noch blühenden Wiesenkräuter.

Mit kleinen Kräutersammlungsaufgaben und kurzen Pausen – wohlgemerkt verwöhnten Sie uns auch noch mit erfrischenden und köstlich schmeckenden Kräutersäften – wussten Sie unseren nachmittäglichen Ausflug zusätzlich aufzulockern.

In der Oedbergalm durften wir anschließend sogar unter Ihrer Anleitung verschiedene Gerichte mit den gesammelten Kräutern vorbereiten und anrichten, was natürlich an dem langen Tisch sitzend für uns alle recht unterhaltsam war. Auch die Kinder werkelten fleißig und hoch motiviert mit.

Ihre einladende und freundliche Art und die köstlichen Speisen haben uns allen nach einem anstrengen Arbeitstag ungeheuer wohl getan.

Herzliche Grüße!

Das Team Zahngesundheit am Tegernsee

Süddeutsche Zeitung, 15. Juli 2016:

Presseartikel Vertrauen Juli 2016

Miesbacher Merkur, 9. Juni 2016:

Presseartikel Naturvielfalt Juni 2016

Wanderlust, März 2015:

Presseartikel Wanderlust 03 15

Miesbacher Merkur, 16. Mai 2014:

Presseartikel Miesbacher Merkur

Miesbacher Merkur, 31. März 2014:

Presseartikel Miesbacher Merkur

Mitteldeutsche Zeitung, 3. April 2011:

Unkraut? Delikatesse!

Papiertüten, scharfe Messer und eine Lupe. Das Gepäck der Gäste aus dem Hotel „Tegernsee“ in Bayern ist überschaubar. Erwartungsvoll machen sie sich auf Kräuterpirsch mit Ulla Menke. Der Korb der Kräuterpädagogin ist praller gefüllt: Die Flaschen, die darin klappern, sollen ihr Geheimnis später preisgeben.

Zunächst ist ein Fußmarsch angesagt. Leichtes Grummeln, denn die Wanderung vom Vortag steckt den Gästen noch in den Knochen. „Aber es ist wichtig, unbelastete Pflanzen zu sammeln“, sagt Ulla Menke. Deshalb weg vom Straßenrand, tief rein in Wald und Flur.

Herrliche Wiesen liegen vor dem Sammlertrupp, rechts schweift der Blick auf den Tegernsee und die Alpen. Es geht höher hinauf. Vorbei an grasenden Kühen. Der erste Stopp. Unter den Füßen der Gäste breitet sich ein Teppich von Unkraut aus. Viele fühlen sich an ihren Garten erinnert, der einfach nur Arbeit macht mit all den Störenfrieden: Gundermann, Gänseblümchen, Giersch, Spitzwegerich, Klee, Löwenzahn, Brennnesseln. Aber Ulla Menke bückt sich, schiebt einige Pflanzen zur Seite, wägt ab, pflückt vorsichtig. Foto Ulla Menke

Kräuterpädagogin Ulla Menke erkennt essbare Pflanzen, wie hier die Brennnessel, auf Anhieb. Im Zweifelsfall rät sie zur Lupe. (Foto: Kerstin Metze)

 

Die Kräuterfrau lässt ihre Gäste die Arme nach hinten führen und die Augen schließen. In die Hände legt sie je einen Stängel mit Blättern. Zunächst soll vorsichtig gerieben und dann gerochen werden.

„Na, schon eine Ahnung?“

Die Männer und Frauen gucken ungläubig. „Und wie fühlt sich die Pflanze an?“ – „Grob“, heißt es. „Samtig“, „mit Rispen“ – die Naturfreunde bekommen ein Gefühl für die Unterschiedlichkeit von vermeintlichem Unkraut. Und endlich geht es auf Entdeckungstour.

Die große Wiese hat das Zeug zum Spezialitätenlieferanten. Wildkräuter wachsen in Hülle und Fülle. Das Frühjahr ist gut geeignet, sich für die Küche an kostenlosen Delikatessen zu bedienen.

„Delikatessen?“ Die Gäste sind skeptisch, als Ulla Menke einen Spitzwegerich hochhält. „Gegessen werden nur die jungen Teile“, sagt sie. Der Geschmack ist recht bitter, leicht pilzig, stellen ihre Schüler fest. Vielmehr noch als für die Küche eignet sich Spitzwegerich Menke zufolge für die Gesundheit. „Der ist die reinste Wiesenapotheke“. Der Saft des Spitzwegerich enthalte antibiotische Stoffe mit abschwellender Wirkung. „Das hilft gegen Mückenstiche oder Brennnesselfolgen“, sagt die Kräuterfrau.

Besonders argwöhnisch beäugen die Wandergäste die Brennnessel, die Ulla Menke als „Naturviagra“ bezeichnet. Furchtlos pflückt sie ein paar Stängel und Blätter und erklärt, dass sie hundertmal mehr Vitamin C hätten als Kopfsalat, zudem viele Mineralstoffe, die vor allem den Knochen gut täten.

„Wildkräuter sind besser als jedes Nahrungsergänzungsmittel“, sagt Menke. Normale Küchenkräuter enthielten zwar mehr ätherische Öle, Wildkräuter seien bitterer. „Aber der Körper braucht Bitterstoffe, beispielsweise für die Verdauung und um Spurenelemente aufnehmen zu können“, erklärt Horst Trautwein, der Chefkoch im Hotel Das Tegernsee, der sich der kleinen Expedition angeschlossen hat. Trauwein bedauert, dass seine Gäste die Wildkräuter oft auf den Tellern liegenlassen, zum Beispiel bei Klee falle ihm das auf. Ähnlich stiefmütterlich gingen Restaurantbesucher mit Rosenblüten, Kapuzinerkresse oder Veilchen um. „Dabei schmecken die Blüten köstlich in Marinaden“, sagt Trautwein.

Brennnessel-Blättchen verarbeitet Menke wie Spinat als Gemüse oder im Eintopf. „Ein tolles Aroma!“ Die Blüten schmecken leicht nussig und eignen sich für Salate. Die Furcht vor einem Brennen im Mund bei der Brennnessel sei unbegründet. Die ungeliebten Härchen würden meist beim Pflücken zerstört; sie stünden nur in eine Richtung. Dann an einem Hang findet die Gruppe Waldmeister. „Wie alle Kräuter nur mit einem scharfen Messer abschneiden“, mahnt Menke. Sonst würde die ganze Pflanze zerstört. Waldmeister sei durchaus genießbar, aber mit Vorsicht. Das Kumarin im Stängelansatz sei für Kopfschmerzen verantwortlich. Wer den typischen Geruch schnuppen will, muss ein Blatt aufbrechen.

Beim nächsten Stopp macht Menke auf den Löwenzahn aufmerksam.

„O Gott“, kommentieren die Hobbygärtner in Erinnerung an das verteufelte Unkraut. Aber die Kräuterpädagogin gewinnt den Blättern und Blüten viel Gutes ab. „Der putzt gut durch“, sagt sie und spielt damit auf die verdauungsfördernde Wirkung an. „Löwenzahn ist einer der bittersten Wildkräuter, hat viele Gerbstoffe.“ Anfangs sollte davon nicht zu viel gegessen werden.

Ulla Menke nutzt Löwenzahn für Honig, legt ihn in Sirup. Oder nimmt ihn ähnlich wie Majoran zum Würzen. „Wenn man die Knospen ein bis zwei Tage in Essig legt, können sie ähnlich wie Kapern verwendet werden“, sagt die Kräuter-Expertin.

Die Wanderer hören noch viel über Erdbeerblätter, Hagebutten und Gundermann, bekommen erst einmal aber Durst. Nun lüftet Ulla Menke das Flaschengeheimnis ihres Korbes. Sie kredenzt eine Kräuterlimonade. Für die hat sie zehn Giersch-, je fünf Pfefferminz- und Zitronenmelisseblätter sowie einen Zweig Gundermann mit einem Liter Apfelsaft, einer Zitrone und Mineralwasser angesetzt – köstlich!

Mit vielen Häufchen Blättern und Blüten geht es zurück zum Hotel Das Tegernsee. Direktor Peter Kahl hat den Bankettsaal in eine Probierküche verwandeln lassen. Es wird geputzt, geschnibbelt, dekoriert – und schließlich gegessen: Einfach irre, wozu das vermeintliche Unkraut taugt.

Schöne Zeiten Nr. 17, April 2010:

Presseartikel Schöne Zeiten  Nr. 17 Jahr 2014

Zeitschrift Natürlich Wohnen:

Schon im heimischen Garten finden sich viele essbare Kräuter

Ein Gespräch mit Ulla Menke, Kräuterpädagogin aus Miesbach

Frau Menke, ist Kräutersammeln und Kräuterwandern ein neuer Trend?

Meine Erfahrung ist, dass sich immer mehr Menschen für das interessieren, was in der Natur zu finden ist. Das Wissen um nahrhafte Kräuter war ja lange Zeit fast in Vergessenheit geraten. Nun sind Wildkräuter sogar in der Gourmetküche angekommen, bei Schuhbeck und Co. In vielen Landkreisen werden Kräuterwanderungen schon über die Fremdenverkehrsämter angeboten, so dass die Nachfrage ständig steigt.

Welches Wissen braucht man, um Kräuter zu sammeln?

Man sollte die Kräuter sicher erkennen können, nicht nur die Blüten, vor allem auch die Blätter. Daher empfehlen wir KräuterpädagogInnen, zum Einstieg auf jeden Fall eine Kräuterführung zu machen. Mittlerweile gibt es in Bayern rund 800 KräuterpädagogInnen, deutschlandweit sind es über 1600. Da findet jeder interessierte Laie eine Anlaufstelle. Außerdem geben die KräuterpädagogInnen viele Anregungen, was man mit den Kräutern alles machen kann. Und zum Schluss einer Wanderung wird häufig ein kleiner Kräuterimbiss angeboten oder gemeinsam zubereitet.

Wo und wann sammelt man am besten?

Je nach Art der Kräuter wachsen sie an Weg- Wald- und Wiesenrändern. Viele der wichtigsten Gemüse- und Würzkräuter findet man sogar in oder um den eigenen Garten und sind den Hobbygärtnern eher als Unkraut bekannt, wie etwa der Gundermann.

Die Kräutersaison beginnt je nach Höhenlage ab Ende April und endet im Herbst. Wichtig beim Sammeln ist, dass man nicht wahllos in die Wiesen läuft und die Pflanzen niedertritt, denn meist sind es Futterwiesen der Bauern. Als Tageszeit eignet sich beispielsweise der späte Vormittag, dann liegt kein Tau mehr auf dem Blättern. Ist falsch, würde ich ganz weglassen, oft sind Wanderungen am Nachmittag, da dann die Leute die meiste Zeit haben. Sammeln am besten morgends, da da die Bienen und Hummeln noch nicht unterwegs waren.

Wo sollte man nicht sammeln?

Überall dort, wo die Kräuter verunreinigt sein könnten. D.h., an „Hundewegen“ ist es nicht ratsam, ebenso nicht auf Wiesen, die geodelt oder gedüngt werden und natürlich auch nicht an Straßenrändern. Generell ist wichtig, dass die Kräuter vor dem Verzehr gut geputzt, und somit noch einmal kontrolliert und gewaschen werden.

Wie verwendet man die gesammelten Kräuter?

Da gibt es wirklich viele Möglichkeiten. Angefangen bei Salaten über Pesto, Öl und Soßen, bis hin zu Limonaden, Tees oder getrockneten Kräutern für die Küche. Generell unterscheiden wir zwischen Würzkräutern, Gemüsekräutern und Heilkräutern. Für alle Kräuter gilt, dass sie ungemein reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Das Scharbockskraut beispielsweise enthält so viel Vitamin C, dass es früher als eine der ersten Frühjahrspflanzen gegen Skorbut eingesetzt wurde.

Gibt es gefährliche Pflanzen, um die man einen Bogen machen sollte?

Gut aufpassen sollte man auf jeden Fall, wenn man Bärlauch sammeln möchte. Hier kann es zur Verwechslung mit der Herbstzeitlosen oder dem Aronstab kommen. Nichts falsch machen dagegen kann man mit dem Löwenzahn oder der Brennnessel. Sie ist die Königin des Wildgemüses, lässt sich vielseitig einsetzen, schmeckt gut und hat eine vielfältige, gesundheitsfördernde Wirkung.

Wir danken für die interessanten Tipps!

 

Ulla Menke  Miesbach · Tel.: 08025 995356 · Mail: kraeuter@ullamenke.de · Ich freue mich über Ihre Anfrage!